Situation in Moldawien und Ferien in Rumänien

Situation in Moldawien und Ferien in Rumänien

Aufgrund der Situation in Transnistrien haben wir unsere geplanten Ferien in Rumänien etwas verlängert.

― von Familie Schoch / 11. Mai 2022

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Unsere Situation

Bis jetzt schlagen wir uns gut durch und sind sicher. Die Kinder machen es auch super und unser Häuschen in Boscana gefällt uns sehr.

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Versöhnung

Wir beten nicht nur für Frieden, sondern für Versöhnung. Viele Russen und Ukrainer haben gemeinsame Verwandte und Freunde, und die Bevölkerung in dieser Region ist stark durchmischt. Betet dafür, dass dieser Konflikt keine langfristigen Gräben in die Region reisst und Bevölkerungsteile gegeneinander aufbringt.

Lage in Moldawien
und Transnistrien

Transnistrien ist eine Region in Moldawien an der Grenze zur Ukraine. Dort gab es in den letzten Wochen ab und zu Explosionen. Es ist unklar wer dahinter steckt und was dies nun für uns Moldawien bedeuten wird.

Zumindest ist OM Moldawien und unser Team gut auf jegliche Situation vorbereitet. Wir wissen was wir Mitarbeiter bei möglichen auftretenden Gefahrensituationen machen müssen und OM International verfügt über eine erfahrene und gut vernetzte Sicherheitsabteilung, die schon in vielen Ländern im Einsatz war. Ausserdem sind wir in Kontakt mit der Schweizer Botschaft.

Der 9. Mai ist in den ehemaligen Ostblockländern ein wichtiger Feiertag, bei dem der Sieg über die Nazis im zweiten Weltkrieg gefeiert wird. Im Vorfeld war es nicht sicher, ob es dabei in Moldawien zu Ausschreitungen kommen würde. Darum haben wir uns zusammen mit der Leitung von OM Moldawien entschieden, kurzfristig unsere für Ende Mai geplanten Ferien in Rumänien zu verlängern.

Gott sei Dank gab es aber keine nennenswerten Ereignisse und die Lage in Moldawien änderte sich nicht wirklich.

Ferien in Rumänien

Letzten Samstag sind wir 8 Stunden nach Braşov gefahren, wo OM Rumänien ihre Büros haben. Eigentlich wollten wir ja an einem Tag durchfahren, aber das war etwas optimistisch geplant. Elia fährt einfach nicht gerne Auto. An dieser Stelle eine Frage an alle Eltern, die ihre Babys einfach in den Autositz setzen und dann stundenlang rumfahren können:
Wie habt ihr das gemacht? Was ist euer Geheimnis?

Wir haben/hatten vier dieser Mini-Menschen, und kein einziges fuhr als Baby gerne Auto. Nicht ein einziges. Spätestens nach einer halben Stunde fängt das Geschrei an, da hilft nicht mal Stillen…

Zurück zur Reise. Wir sind einfach immer so lange gefahren, wie Elia schlief. Genau als er aufwachte passierten wir um 22 Uhr ein herziges Motel. Weil die Küche schon geschlossen war, genossen wir unser Abendessen im Hotelzimmer. Anna fand anschliessend heraus, warum wir ihr zu Hause nicht erlauben im Bett Brot zu Essen.

Zurück zur Reise. Wir sind einfach immer so lange gefahren, wie Elia schlief. Genau als er aufwachte passierten wir um 22 Uhr ein herziges Motel. Weil die Küche schon geschlossen war, genossen wir unser Abendessen im Hotelzimmer. Anna fand anschliessend heraus, warum wir ihr zu Hause nicht erlauben im Bett Brot zu Essen.

Nach einem kleinen Frühstück, zwei weiteren Fahrstunden und einem Zwischenstopp um einzukaufen erreichten wir unser Ziel. Die Region nennt sich Siebenbürgen, und hat eine spannende historische Geschichte, die zurück zu den Kreuzzügen reicht. Ausserdem findet man hier in den Karpaten und der Walachei wunderschöne Natur, die wir campend erkunden werden. Aber dazu mehr im nächsten Newsletter. Bis jetzt haben wir nämlich erst zwei Kirchenburgen erkundet.

Kirchenburgen entstanden im 15. Jahrhundert zum Schutz vor Osmanischen Raubzügen und es gibt einige hier in der Gegend. In der Evangelischen Kirche Honigberg hat es in den historischen Vorratskammern ein kleines Museum über die damalige Lebensweise und man kann sogar die engen Gänge der Ringmauer erforschen.

Wie geht es weiter

Wir werden die nächsten drei Wochen hier ausgiebig geniessen, Freunde besuchen und Anfang Juni wieder nach Moldawien zurückkehren. Solange sich die Lage in Moldawien nicht grundsätzlich ändert, bleiben wir und unterstützen die Einheimischen und Flüchtenden.

Wie geht es uns dabei

Für uns Eltern ist die Situation allgemein herausfordernd. Zum einen machen wir im ersten Jahr den völlig normalen und erwarteten Kulturschock durch. Das ist üblich, wenn man sich in einer neuen Kultur zurechtfinden muss und seine eigenen Ansichten und Vorgehensweisen noch nicht mit den lokalen kompatibel sind. In der Regel legt sich das in den ersten 12 Monaten, auch weil man dann die Sprache genug gut beherrscht, um tiefere Gespräche zu führen und richtige Beziehungen aufzubauen. Wir merken selbst auch, dass wir langsam ankommen. Wir können uns schon ein bisschen verständigen und erzählen, wer wir sind und was wir hier machen. Immer öfter hören wir dann als Antwort «ach, IHR seid die Neuen, die da oben am Hügel wohnen.». Ein Dorf ist ein Dorf, in der Schweiz wie in Moldawien.

Zum anderen macht es die Nähe zur Ukraine schwierig, wirklich langfristig zu planen (das heisst mehr als zwei Wochen im Voraus 😉). Niemand weiss, was in einer Woche oder einem Monat ist, und das wirkt sich auf unsere Arbeit und unseren Alltag aus. Zum Beispiel möchten wir eigentlich die Küche renovieren, aber im Moment zögern wir damit noch. Und auch wenn wir uns stets sicher fühlen, ist es schon seltsam, wenn man eine Notfalltasche mit Kleidern, Geld und allen wichtigen Dokumenten stets bereit hat.

Trotz all diesen Dingen sind wir immer noch sehr gerne hier. Wir geniessen den Frühling, mögen die Menschen, freuen uns auf die unglaublich feinen Früchte und Gemüse Moldawiens und sehen der Zukunft positiv entgegen.

 

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